Logo-Heimatverein Steigra

Verein      Veranstaltungen      Presse      Steigra      Anfahrt      Sponsoren      Links      E-Mail      Impressum

Die Presse über unser geliebtes "Trojanisches Frühlingsfest" in Steigra

Ein Schuss ins Herz des Drachens

VON UNDINE FREYBERG, 25.04.10, 19:13h, aktualisiert 25.04.10, 19:53h

Ritter Silvio und «Sonne» Yvette

Mehrere Minuten brauchten Ritter Silvio und «Sonne» Yvette,
bis sie den Ausgang des Rasenlabyrinths erreicht hatten. (FOTO: PETER WÖLK)


STEIGRA/MZ.    Am frühen Nachmittag wurde Pappmaschee-Drache Kuno noch quietschvergnügt beim Umzug durch Steigra gesichtet. Nur Stunden später traf ihn dann der Pfeil eines Ritters mitten ins Herz - sehr zur Freude der anwesenden Zuschauer.

Hunderte waren am Samstag anlässlich des 15. Trojanischen Frühlingsfestes beim Umzug und später auf der Steigraer Festwiese dabei und verfolgten dort auch die schon traditionellen Ritterspiele. Diesmal waren die ehrenwerten Patrick von Hahneburg, Christian von Arlt, Marco von der Trojaburg, Michael von der Scharflinde und Silvio von den Osterbergen angetreten, um aus ihrer Mitte den Besten zu küren - den, der es wert sei, die vom bösen Drachen Kuno gefangen gehaltene "Sonne" von der Trojaburg zu befreien.

In den insgesamt fünf Disziplinen wie Wagenradrollen, Speerwerfen oder Bogenschießen erwies sich Ritter Silvio als Geschicktester und ging als Sieger hervor. "Dabei mache ich eigentlich gar keinen Sport, ich tanze im Männerballett unseres Faschingsvereins", erzählte der 32-jährige Silvio Reiche der MZ. Ein wenig hatte er sich aber doch auf den Wettbewerb vorbereitet. "Ich hab' ein bisschen Zielwasser getrunken und Bogenschießen geübt", schmunzelte er. Beides Dinge, die ihm bei der traditionellen Befreiung der "Sonne" sehr zu Passe kamen, denn er musste nochmal mehrere Aufgaben erfüllen, bevor er die "Jungfrau" tatsächlich erretten durfte.

Den Weinpokal trank er in Null Komma nichts aus, dem Horn konnte er zwar nur ein paar gequälte Töne entlocken, aber immerhin. Drei Fragen beantwortete er im Schlaf und das Bogenschieß-Training hatte tatsächlich etwas genutzt, denn Silvio traf zwar nicht die Zielscheibe vor dem Bauch des Drachen, dafür durchbohrte der Pfeil aber das Pappmaschee an der Stelle, wo das "Herz" sitzt. Während alle Umstehenden lachten, dachte Eberhard Opel vom Heimatverein schon an die Reparatur, die wohl diesmal eine Herz-OP werden wird. "Was das wieder kostet", jammerte er mit einem Lächeln. Dann durfte Ritter Silvo endlich die "Sonne", die 19-jährige Yvette Gemski, befreien und musste dazu mit ihr den Ausgang des Labyrinths finden. Danach feierten die Steigraer mit Lagerfeuer, Musik und Feuerwerk bis in die Nacht. "Besseres Wetter hätten wir dafür gar nicht haben können", freute sich Bürgermeister Walter Wrede.

zur MZ Originalseite

DESIGN by Multimedia & mehr 2010 | © HeimatvereinSteigra.multi-w.de